Chronik des Vereinsjahres 2014/15 - der hintere Teil

Nov. 2015

Mit der Frühjahrsversammlung am 11. April begann der hintere Abschnitt unseres Vereinsjahres. Nach schwungvoller Einstimmung durch die verjüngte Ausschmussmusi gab es schneidige Plattler zwischendurch - u.a. den Zwei-Steirer, bei dem es viel zu lachen gab, weil sich so manches Paar vor lauter körperlichen Verwicklungen nicht mehr auskannte. Da konnten auch die Juhizer vom Max nicht ganz davon ablenken - bei der Hebefigur gab es dann aber großen Applaus! Gefreut haben wir uns über die vielen aktiven Neuaufnahmen. D'Herl Philomena, da Merk Anian, d'Baumann Paula, da Rieder Marinus, d'Rinser Amalie, da Resch Stefan, d'Sigl Anna, da Eder Johannes und d'Stacheder Christine gehören nun zu uns. Gleich darauf wurde die Jungaktive für ihre 10jährige Vereinstreue geehrt, was diese so freute, dass sie uns die Hälfte ihrer selbst kreierten und von ihrer Feier übriggebliebenen Geburtstagstorte mitbrachte. So konnten wir dieses Kunstwerk nicht nur bewundern, sondern auch genießen. Weiter ging es mit den Ehrungen - für 25jährige Vereinstreue wurden zahlreiche Mitglieder ausgezeichnet und auch für 40-jährige Vereinstreue konnten wir einige Mitglieder ehren. So konnte unsere Biwa die Anstecknadel von ihrem Enkel, unserem 2. Vorstand Max, entgegennehmen, was sie besonders rührte. Eine besondere Ehre zuteilwurde auch unserem Weigl Hans. Er wurde von seinem Sohn, unserem 1. Vorstand, zum Ehrenmitglied ernannt. Er ist seit 1966 im Verein und war lange Vorplattler, Jugendleiter und immer aktiv im Vereinsleben dabei, wobei er mit seinem Engagement vieles bewegte. Und weil ein Lied oft mehr als Worte sagt, sang unser Sunna-Aufgsang für die geehrten Mitglieder. Zum Schluss platteltn noch alle Mannsbuider und solche, die auf dem besten Weg dazu sind, die Amboß Polka, bevor die gmiatliche Versammlung endete.

Zehn Tage darauf bescherten unsere Kindergruppe und der Kinderchor den Senioren im Altenheim Kolbermoor einen unterhaltsamen Nachmittag beim Frühlingsfest. Unser Stockinger Berni erklärte den Zuschauern, was unsere Jugendarbeit und die damit einhergehende Bewahrung von Tracht und Brauchtum bedeutet, bevor die jungen Trachtler dann begeistert und schneidig plattelten und drahten. Zwischendurch trugen die Kinder lustige Volkslieder vor. Das erstmals aufgeführte Mühlradl meisterten die Kleinen mit viel Elan und so hatten sie sich ihr anschließendes Eis redlich verdient, während der Waldleitner Ludwig noch ein paar Stückl auf der Ziach zum Besten gab. Ein schöner und gelungener Auftritt - für Alt und Jung.

Und endlich hat die Fahrerei und die ganze Arbeit ein Ende. Wir müssen nicht mehr regelmäßig unsere Männer und Burschen mobilisieren, um den Bau des Trachtenkulturzentrums in Holzhausen voran zu bringen. Ganze zehn Jahre wurde geplant und gewerkelt - am 2. Mai war es dann soweit. Zur Einweihung kamen die etwa 1000 Helfer in bunten Trachtengwander sowie Ministerpräsident Horst Seehofer. Schee is worn, da waren sich alle einig!

Eine der freitäglichen Maiandachten in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt organisierte Anna Bartl bayerisch-musikalisch mit verschiedenen Gruppen des Vereins und der Kinderchor sang. Danach gab es dann einen Stau auf dem Gehsteig zum Eiscafé Toscani, weil gefühlte 100 Kinder die Eisdiele stürmten, die Eltern im Schlepptau.

Am Samstag drauf musste trotz aller bereits erledigten Aufbauarbeiten wieder einmal das Boarisch Drauss'n abgesagt werden, weil es um 6e auf d'Nocht nummoi sauba duschte.

Dafür war's eine Woche drauf mit dem Wetter kein Problem mehr. Beim "Frisch aufgspuit und tanzt" zeigten alle Kinder im Zelt vom Stopselclub in Mietraching ihre Plattler und Sangeskünste. Das Zelt war gsteckt voll, die Stimmung gut, die Kinder wild - und die Betreuer hatten Mühe alle Kinder immer wieder rechtzeitig zum Auftritt zusammen zu suchen und einzuweisen. Zum Essen hods natürlich auch was gegeben und aufgspuit hod die Rauschberg-Musi. Mit einer Einlage der Jung-Aktiven ging's dann richtig rund, sie zeigten uns ihre Eigen-Kreationen der aktuellsten Dirndl-Mode. Moderatorin Paula Baumann kommentierte die verschiedenen Entwürfe vom Arbeits-, Russen-, Sommer- über Recycling-, Bergsteiger- bis hin zum Winterdirndl. Da war ein Dirndl sauberner beinand als des andere und da fragt man sich, warum man eigentlich die Models im Fernsehen braucht, wo wir doch die feschsten Dirndl bei uns haben. Während die Aktiven bedienten, moderierte Peter Stacheder durchs Programm und es ging weiter mit zahlreichen Plattlern. Die männliche Riege der Jung-Aktiven ahmte dann den Starköchen nach und zauberte herrliche Düfte in das Zelt. Danach leerte sich dieses etwas, die vielen Kinder mussten ins Bett gebracht werden. Getanzt wurde trotzdem noch und sitzen bliem san aa no gnua.

Ein paar Geschenkkörbe durften wir heuer auch wieder verteilen - unserem Ehrenmitglied Hans Weigl gratulierten wir recht herzlich zum 65. Geburtstag und Annemarie und Franz Gartmeier überreichten wir unsere Glückwünsche zur Goldenen Hochzeit. 75 Jahre jung wurde unsere Herbergsmutter Irmgard Kriechbaumer, der wir natürlich auch von Herzen alles Gute wünschten. Die Irmi und ihr Mann, da Franz, haben auch gleich noch einen weiteren Korb abgestaubt - im September durften wir ihnen zur Goldenen Hochzeit gratulieren.

Ebenso golden war es am Fronleichnamstag Anfang Juni - überall glänzte und leuchtete es. Rausputzt waren wir Mitglieder und die Stadt selbst und die Sonne schien. Zahlreiche Vereinsmitglieder halfen wieder mit, dem Tag einen würdigen Rahmen zu verleihen. Vor allem freuten wir uns über unsere Dirndl der Jung-Aktiven, die an diesem Tag zum ersten Mal ihr Miedergwand trugen. Zum anschließenden Frühschoppen beim Lindner Max im Johannisbad konnten wir unseren Durst und Hunger im schattigen Biergarten stillen.

Leicht verspätet wurde das Fußballspiel, Ledige gegen Verheiratete, von Hansi Rottmüller als Schiedsrichter angepfiffen. Beide Mannschaften brachten gerade so die elf benötigten Spieler zusammen. Es wurde ein spannender Kampf, der mit einem knappen Sieg von 5:4 Toren für die Verheirateten endete. Im Schatten der Turnhalle fand dann die Siegesfeier bei spendiertem Kaffee und Kuchen statt. Unser Ehrenvorstand Konrad brachte wie immer Most mit, und auch alle anderen Getränke wurden im Laufe des Nachmittags bis in den Abend vollständig vernichtet. Eine Recherche in unserer Chronik zurück bis 1988 ergab übrigens Gleichstand - jeweils 12 Siege. Bemerkenswert ist, dass die ersten 12 Siege an die Ledigen gingen, danach gab's nur noch Siege der Verheirateten - abgesehen von den drei Unentschieden dazwischen.

Und eine Neuaufnahme durften wir noch verzeichnen: darüber, dass der Huber Anton nun zu unserem Verein gehört, freuten wir uns besonders.

Zehn Tage nach Fronleichnam machten wir uns auf in Richtung Berge zu den Sulzberglern nach Litzldorf, wo wir zu deren 125jährigem Gründungsfest eingeladen waren. Bei Sonnenschein war gleich nach der Messe der Festzug zurück ins Zelt, das aus allen Nähten platzte, und die Essensausträger kaum nachkamen. Da half es auch nichts, dass man bereits vorher die Essens-und Getränkegutscheine kaufen konnte, um den Bezahlvorgang zu verkürzen. Nachdem sich aber dann alle gestärkt hatten, ließ der Petrus einen richtigen Pritscher runter und das Wasser strömte sturzbachartig vom Zeltdach. Während es draußen dann wieder heiß und trocken wurde, blieb die Stimmung im Zelt eher feucht-fröhlich.

Boarisch draussn - Anfang Juli meinte es der Wettergott dann eher zu gut mit uns - nach einem kalten und nassen Juni herrschte im Juli Dauerhitze und Trockenheit. So konnten wir im voll besetzten Brunnenhof mit der "Dreder Musi", der Kinder- und Jugendgruppe der Oberlandler, und unserer neuen Kindergruppe auftreten. Die Ostermünchner Goaslschnoizer und die Aktiven beider Vereine sorgten ebenso für Unterhaltung bei hochsommerlichen Temperaturen.

Mit ihren originellen Handzetteln haben die Rohrdorfer schon weit im Voraus Lust auf Ihr Gaufest gemacht und die heißen Fotos waren nur ein Vorgeschmack dafür, wie viel Arbeit sie sich gemacht hatten. "Eine ins Gwand, und hi mitanand" war das Motto und das ließen wir uns nicht zwei Mal sagen. Dass es beim Gaufest meistens eher zu heiß ist, war auch dieses Jahr der Fall - und so wurde die Feldmesse auf einer großen Obstwiese gefeiert und es fand sich für jeden ein bisschen Schatten. Zurück im Zelt, stärkten wir uns bei - Überraschung - Schweinsbraten oder Hendl. Hier waren die Rohrdorfer also nicht kreativ. Gibt es eigentlich nichts Anderes oder sind wir Trachtler so genügsam, dass wir keine Ansprüche an Abwechslung stellen? Oder schmeckt's uns einfach so gut, dass wir gerne immer das Gleiche essen? Wahrscheinlich hat es das einfach schon immer gegeben, und warum etwas ändern, wenn alle zufrieden sind? Die Aktiven führten gleich an dritter Stelle den "Schimmel Tod" als Ehrtanz auf und zum Festzug hatten wir unseren wunderschön bemalten Trachtlerwagen dabei - und so kamen wir in der Wertung an 12. Stelle.
I war ja leider ned dabei, weil i moi wieder auf der Oim war, aba ghert hod ma bis da ohm, dass recht schee gwesn sei muaß. Bsuach vo meine treuen Edelweißer hob i aa griagt - iatz kemmts scho zum dritten Moi jeds Jahr zu mia auf d'Oim, bringts a weng trachtlerisches Flair mit auffe und fia a guade Brotzeit und a Gaudi seids ez oiwei zum hom.

Lange spukte es schon in den Köpfen der Vorstände beider Trachtenvereine ein Irlachweiherfest zu organisieren. Und recht kurzfristig wurde es heuer dann auch umgesetzt. Nach anhaltender Hochsommerhitze bot sich unser Kurpark bestens an für einen gmiatlichen Abend mit "Waldfestatmosphäre", boarischer Blasmusi, kulinarischen Schmankerln, selbstgemachten Kuchen und mehr. Auch ein Kinderprogramm mit Rösselspiel, Schlauchbootfahrten der Wasserwacht und Kinderbar war geboten. Verschiedene vereinseigene Musikgruppen sowie die Dreder Musi spielten auf, es wurde geplattelt und bei Einbruch der Dämmerung wurden die Baumwipfel mit Strahlern beleuchtet. Und aggrat an dem Tag, wo doch seit Wochen kein Nass vom Himmel kam, setzte ein leichter Regen ein.

Danach ging es wieder sommerlich weiter und mit dem August haben für unsere Kinder auch die Sommerferien begonnen. Die langersehnte Auszeit von der Schule wurde mit der letzten Plattlerprobe, die zu einer Gaudiprob umfunktioniert wurde, eingeläutet. Wer unsere Kinder kennt, weiß, dass es dabei ned ganz staad hergeht. So flogen so einige Wasserbomben bis auch die Betreuer gscheid nass waren.

Nicht weniger heiß her ging es beim traditionellen Kegeln im Kurhaus, das unsere Weigl Steffi und der Stacheder Peter organisierten. Vor allem beim Spiel "Buam gegen Madl" wurden alle vom Ehrgeiz gepackt, denn das andere Geschlecht zu übertrumpfen, das führt schon bei unseren Kleinen zu größten Ansporn.

Die Gauwallfahrt des Inngaus von Brannenburg zur Schwarzlack, am Tag nach Mariä Himmelfahrt, brachte uns dann endlich den lang ersehnten Regen. So schimpfte auch keiner darüber, dass die Wallfahrt selbst ausfiel und wir die Messe in der Wendelsteinhalle feierten. Denn der gesteckt volle Saal mit seinen prunkvollen Gemälden, den sauberen Trachtlern und der feierlichen musikalischen Umrahmung der Messe mit Kardinal Marx anlässlich des 60-jährigen Jubiläums taten der festlichen Stimmung keinen Abbruch - im Gegenteil. Trotz dampfiger Schwüle, Haut an Haut, den Atem des Nachbarn im Gnack, war es eine wunderbare Messe, in der Kardinal Marx uns Trachtler für unseren positiven Einsatz in der Gesellschaft dankte und uns bat, die derzeit kommenden Flüchtlinge menschenwürdig und herzlich bei uns aufzunehmen. Ob sie bleiben oder nicht sei eine politische Entscheidung, unsere christliche Aufgabe sei es den Hilfesuchenden offen gegenüber zu treten. Damit griff er unsere Verunsicherung auf, die wir angesichts der derzeitigen politischen Situation in uns tragen - die Angst davor, dass sich unsere Heimat verändern und wir etwas verlieren könnten, was so tief in unserem Herzen wurzelt. Vom Nachdenklichen zum Weltlichen - einige der zahlreichen Edelweißer Trachtler trafen sich nach der Messe noch zum gemeinsamen Mittagessen beim Wirt.

Was wir auf Erden tun, wer wir sind und woher wir kommen spielt alles keine Rolle mehr, wenn die letzte Stund gekommen ist. Am Schluss holt uns der Herr Gott alle zu sich und er allein wird richten über uns. Diesen Weg nahm am 5. September auch unser passives Mitglied Franz Weber auf sich und wir nahmen leise Abschied von ihm. Das ewige Licht möge ihm leuchten.

Kaum war der September da und der Hirgst zeigte sich endlich von seiner nassen und kalten Seite, war auch Wiesnzeit in Rosenheim. Ein Treffpunkt für Alt und Jung aus dem ganzen Landkreis und darüber hinaus. Wer auch den Trubel, Lärm und den Konsumrausch nicht mag - im Flötzinger-Zelt war zumindest am 2. Sonntagabend die Welt noch in Ordnung. Trachtler, Musiker und Vereine soweit das Auge reichte, boarische Musik von den Dredern, gute Stimmung - und Überraschung - mal wieder Bier und Hendl. Wir sind samt gesteckt vollen Bus hinunter gefahren und verbrachten einen gemütlichen Abend - so wie's wahrscheinlich auch zu den Anfangszeiten des Herbstfestes war! Schaum ma, dass ma des bewahren, weil's schod warad, wenn's des nimma gabat.

Nun haben auch wir Edelweißer ein Königspaar. Annalena Andreas und Benedikt Rottmüller von der Kindergruppe erkämpften sich den Titel mit ihrer konsequenten Anwesenheit bei den Plattlerproben - und auch Chorproben. Bei ganzen 100 Proben waren sie dabei. I bin mir zwar ned sicher, aber sie sind wahrscheinlich das einzige Königspaar auf der Welt, des platteln kann!

Zehn Kinder unserer Jugendgruppe hatten Mitte September am Trachtenjugendtag des Verband der Trachtenjugend in Kolbermoor teilgenommen. Edelweiß-Schnitzen, Haartrachten-Frisieren, Goaßlschnoizn, Haarnadel-Basteln oder auch Gstanzl-Singen waren geboten. So zeigte unser Nachwuchs, dass er nicht nur am Computer und Smartphone fit ist, sondern auch noch Handfestes zuwege bringt - das ist leider keine Selbstverständlichkeit mehr! Zu Hause lernen viele gar nichts Handwerkliches mehr und in der Schule lernt man ja sowieso nur das, was man in einer technisierten Welt, nicht aber in einer lebenswerten Welt, brauchen kann. A paar Politiker haben sich auch angeschaut, was unsere Jugend da macht - anscheinend erkennen auch sie langsam, dass reine Schulbildung nicht unsere Zukunft sein kann und wir Menschen brauchen, die nicht nur Buchstaben in den Computer hacken können.

Der September klang mit unserem Trachtenjahrtaug aus, an dem wir zusammen mit den Oberlandlern durch die Stadt zur Kirche Mariä Himmelfahrt zogen und unserer verstorbenen Mitglieder gedachten. Nach dem Rückmarsch zum Heimatmuseum traf man sich zum gemeinsamen Mittagessen im Gasthaus Kriechbaumer in Mietraching, wo die Dreder Musi noch griabig zur Unterhaltung spielte. Wie immer waren wenige Zuschauer da, dafür haben die Hubers Ayo, einen Flüchtling aus Afrika, mitgenommen, der bei ihnen gerade etwas Deutsch lernt. Schließlich leben wir in Bad Aibling nun mit fast 200 Flüchtlingen aus über elf Nationen zusammen, weitere 200 sind in der Turnhalle des Gymnasiums untergebracht. So viele es gibt, die aus Angst vor den Fremden zu Hass neigen, so viele, wenn nicht mehr, gibt es auch, die ihre Zeit dafür opfern, den neuen Mitmenschen zu helfen. Wir alle wissen nicht, wohin das führen wird, aber eines sagen uns unsere christlichen Werte: dass wir unseren Nächsten lieben sollen wie uns selbst. Gregor Gysi hat einmal gesagt, dass wenn wir keine Verantwortung für die Dritte Welt übernehmen, die Dritte Welt zu uns komme. Wir hängen alle zusammen, auf unserem Planeten sind wir nicht isoliert voneinander. Wir haben uns einen Wohlstand aufgebaut, mitunter auf den Kosten von anderen Mitmenschen und nun werden wir gezwungen dafür Verantwortung zu übernehmen. In Bad Aibling läuft die Integration, u.a. dank Menschen wie den Hubers, sehr gut und ein friedliches Miteinander ist möglich.

Am Abend hatten wir dann noch unseren Vereinsabend, an dem ein ganzer Schwung voll Mitglieder ihre Instrumente dabei hatten und schneidig aufgspuit hom.

Am zweiten Oktoberwochenende machten sich 21 Aktive sowie 18 ältere Semester auf nach Linz, wohin Monika Stacheder den Trachtenverein heuer zum Vereinsausflug führte. Der Dom von Linz, die größte Kirche Österreichs mit 20.000 Sitzplätzen und vier Orgeln, beeindruckte uns mächtig - auch wenn am Sonntag bei der Heiligen Messe dann doch nicht ganz so viele anwesend waren und wir so aufgefallen sind, dass der Pfarrer sich sogar Zeit für einen Ratsch mit uns nahm. Beim gmiatlichen auf´d Nocht in unserem Quartier wurde wieder gemeinsam getanzt und geplattelt bis um 22 Uhr dann schon Bettruhe war. Dass unsere Jugend da einen Abstecher in´s örtliche Nachtleben machen musste war klar. Ähnlich lustig gings am nächsten Tag weiter, als bei den Wasserspielen von Hellbrunn bei Salzburg besonders oft unsere Dirndl Opfer der Fontänen und unsichtbaren Spritzdüsen wurden, woran die männliche Jugend ihre Freude hatte. Dann ging es auch schon nach Hause und unermüdlich spielte unser Ludwig schneidig auf und die letzten Kuchenreste wurden vertilgt. Ein tosender Applaus dankte unserer Moni für die Organisation und alle freuten sich schon auf den nächsten Ausflug.

Am gleichen Wochenende gaben sich unser aktives Mitglied Regina Tremmel und ihr Dominik Forstner das Ja-Wort in Kirchdorf mit anschließender Feier beim Kriechbaumer in Mietraching. Vormittags waren wir wegen des Vereinsausfluges nur sehr spärlich vertreten, abends trat dann die Jung-Aktive auf - zu Freuden des Brautpaars und der Gäste. Beim gemeinsamen Plattler aller Manner ließ es sich dann auch der Bräutigam selbst nicht nehmen und plattelte schneidig mit. Wir gratulierten und wünschten von Herzen alles Gute für den gemeinsamen Lebensweg, dass die Liebe ewig halten und der Herr Gott auf die beiden aufschauen werde.

Und scho war wieder der dritte Sonntag im Oktober da und damit de scheene Kirtazeit. Inzwischen schon fast zur Tradition ist der 18-er Kirta beim Wirt z'Miadakin geworden. Die Blangä-Musi spielte für die Gäste aus dem ganzen Altlandkreis Bad Aibling zum Tanz auf und zahlreiche Plattler von verschiedenen Vereinen wurden gezeigt.

Und auch für die Kinder hatte der Verein etwas geboten: Beim Kirmä war eine Kirtahutschen aufgebaut und so hatten unsere Kindergruppen vui Gaudi beim Hutschen und de Buam plattelten sogar die Amboß-Polka.

Weils im letzten Jahr so bärig war, hatten unsere Jugendlichen erneut die Aiblinger Hütte als Ausflugsziel auserkoren. Bei strahlendem Herbstwetter wurde es ein unterhaltsames und schönes Wochenende, das trotzdem nicht auf die Einkehr beim Schachtelwirt verzichten konnte.

Am Lehards-Tag 2015 bei fast sommerlichen Temperaturen und Dauer-Sonnenschein, ein richtiger Martini-Sommer, wie es in Bayern heißt
Christiane Schwaller, Harthausen
Chronistin GTEV Edelweiß Bad Aibling

Die komplette Chronik ab 1932 gibt es für Vereinsmitglieder auf Anfrage per E-mail als PDF-Dokument.