Vereinsausflug des GTEV Edelweiß Bad Aibling 8./9.10.2016

Pünktlich um 08:00 Uhr morgens stand am 08.10.2016 die Reisegruppe des GTEV Edelweiß Bad Aibling unter der Leitung von Moni Stacheder in Mietraching am Gemeindehaus zur Abfahrt bereit. Etwas Ratlosigkeit war zu spüren, denn der Bus war schon da und plötzlich wieder weg.

Es stellte sich dann allerdings heraus, dass unser Busfahrer Peter sein Gepäck zurückgelassen hatte, weswegen er nochmals umkehren musste. Glücklich über die vollständige Anzahl der Mitreisenden sowie ihren Gepäckstücken, konnten wir unsere Reise um Punkt 8:10 Uhr starten.

Bereits zehn Minuten später gab es im Bus Frühstück mit selbstgemachten Kuchen, Kaffee sowie frischen Brezen der Bäckerei Winhart, welche von den Aktiven Dirndl und Burschn mitgebracht wurden. Aufgrund unseres straffen Zeitplans wurde bereits um 08:45 Uhr der erste Schnaps (Nitsch Christina) von Max und Agnes ausgeschenkt – um einen klaren Kopf bewahren zu können, versteht sich. Da die Ereignisse bei uns Schlag auf Schlag kommen, wurde eine viertel Stunde später, die Hugo-und Sektbar durch Maria Kuchler und Kathrin Albert eröffnet. Unsere Reiseleitung Moni stellte wenig später fest, dass der Wasserkasten noch voll sei. Um 09:48 kamen wir voller Tatendrang in Ingolstadt an, wo wir uns gleich auf den Weg zur historischen Hexenjagd durch die Altstadt machten.

Bei der Hexenjagd ging es um die Geschichte von Katharina Niggl aus Eichstätt (de Aussaputzte mit iarane scheena Gwanta), die im 16. Jahrhundert eine von vielen verfolgten Frauen war. Kurfürst Maximilian I. war zu unserer Überraschung absoluter Befürworter der Hexenverbrennung. Wir trafen Kräuterweiber und den Henker am Taschenturm, welcher seinen Namen von den Dachschindeln hatte, die in dieser Region als Taschen bezeichnet werden. Henker waren damals für Hinrichtungen, Folter, Abdecker, Freudenhäuser und für die Kloaken zuständig. Zudem hatten sie im Ingolstädter Münster einen extrigen Eingang und mussten in der Kirche immer ganz hinten sitzen. Den Beruf des Henkers konnte man nicht so einfach erlernen, man musste in eine Henkerfamilie hineingeboren werden. Ebenfalls durften die Henker nur in eine Henkersfamilie einheiraten.

Durch beeindruckende schauspielerische Darstellung fühlte man sich in die damalige Zeit zurückversetzt. Wir waren allerdings auch froh, als wir nach 1 ¾ Stunden wieder in der Realität angekommen waren und im Gashaus Daniel bzw. in einer Pizzeria beim Mittagessen saßen und uns wieder aufwärmen konnten.

Um 15:00 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg zum Ingolstädter Münster, wo uns der lustige Bierkutscher Xaver erwartete, um uns auf den Spuren des Reinheitsgebotes durch die Stadt zu führen. Nach einer sehr kurzweiligen Bierführung mit viermaliger Bierverkostung (Zwickl, Weißbier, Bock und Doppelbock) endete diese vor dem ehemaligen Studiengebäude der LMU München. Über 300 Jahre war die seit ca. 500 Jahren bestehende Universität in Ingolstadt, bevor sie nach München umzog. Vor der Verkündigung des Reinheitsgebotes, durch Kurfürst Maximilian I. gaben wir ihm unser Vereinslied (angestimmt von Albert Mayer) und unseren Vereinsspruch zum Besten. Worauf Kurfürst Maximilian I. verlauten ließ: „Das ist mein Volk“.

Eine durch die Bank sehr sehr lustige Reisegruppe machte sich mit einem Nasenflötenzug
auf in Richtung Bus und wir fuhren zu unserem Hotel in Ismaning. Nachdem die Zimmer bezogen waren, begann auch schon unser Vereinsabend. Hanni und Thomas spielten dem Landrat von München ein Ständchen und anschließend konnten wir alle unser vorzügliches Abendessen genießen. Unter uns saß auch Pfarrer Dr. Markus Brunner, der in Aibling von 1999 bis 2001 Kaplan war – er sprach unser Tischgebet. Auch unser 1. Vorstand Christian Weigl kam zur Freude aller noch dazu. Anschließend wurde gesungen, gelacht und getanzt. Natürlich durfte auch heuer unser gemeinsames „Muiradl“ nicht fehlen. Die musikalische Umrahmung übernahmen Anna, Max, Martina, Hanni, Thomas und Ludwig. Zu späterer Stunde teilte sich die große Reisegruppe in mehrere Grüppchen auf. Einige gingen bereits ins Bett, veranstalteten noch die ein oder andere Zimmerparty und ein paar unserer „jungen Hüpfer“ besuchten noch eine Bar.

Am Sonntag nach dem Frühstück zelebrierte Dr. Markus Brunner den Sonntagsgottesdienst in Ismaning. Anschließend ging es nach Weihenstephan zum Mittagessen. Frisch gestärkt machten wir uns dann alle wieder auf den Weg Richtung Schleißheim, wo wir das Alte, Neue oder das Lustschloss besichtigen konnten. Wer keines der Schlösser besichtigen wollte, konnte im großen Park spazieren gehen und die Sonne genießen.

Um 17:00 Uhr ging es dann auch schon wieder in die nächste Wirtschaft nach Arget zur letzten gemeinsamen Einkehr. Ein wundervolles Wochenende neigte sich dem Ende zu und schließlich trafen wir um 20:00 Uhr wieder am Vereinsheim ein.

Wir bedanken uns nochmals ganz besonders bei der Organisatorin Moni Stacheder („magic Moni“) für die Organisation und den tollen Ausflug und hoffen, dass der nächste Ausflug wieder genauso schön wird wie heuer.

Buidl von Peter Stacheder,
Bericht: Steffi Weigl, Johanna Höbel, Bärbl Merk