Chronik des Vereinsjahres 2016 - von Frühjahr bis Herbst

18.11.2016
Der vorerst letzte Bericht unserer ehemaligen Chronistin Christiane Voggenauer (Schwaller)
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Chronik des Vereinsjahres 2016 - von Frühjahr bis Herbst

Frühjahrsversammlung am 9. April
Wunderbar fein und mit vielen unbekannten Stückln begeisterte die BraMa-Musi (Braun Markus und unsere Mark Dirndl d'Martina und Franziska) bei unserer Frühjahrsversammlung, schon bevor Vorstand Christian Weigl mit unserem Altvätergruß die Versammlung eröffnete. Auch dieses Mal war der Saal eher leer, und das, obwohl einiges geboten war. Nach dem Gedenken an die Betroffenen des Zugunglücks am Faschingsdienstag in Aibling, verlas ich die Chronik. Der Verein bedankte sich bei den fleißigen Näherinnen und Strickerinnen – unter fachkundiger Anleitung von Rosa Rottmüller, Monika Singhammer und unserer Zeugwartin Merk Beawe - deren fertige Dirndlgwander und Trachtenstrümpf ausgestellt waren.
Vorstand Christian wies auf eine Neuerung hin - in Zukunft wird der Kassenbericht sowohl bei der Jahreshauptversammlung als auch bei der Frühjahrsversammlung vorgestellt. Die Entlastung erfolgt erst, wenn das ganze Jahr vorbei ist, weil nur das für das Finanzamt zählt. Somit informierte unsere Kuchler Maria erneut über den aktuellen Kassenstand und wurde auch dieses Mal einstimmig entlastet.
Unser 2. Vorstand, der Max, war ganz enttäuscht, dass von den 18 Seppn, die Namenstag hatten, nur einer, der Goppan Seppi, anwesend war. Überhaupt - eineinhalb Seiten voll mit Namenstage und nur ein Bruchteil davon war da. Gut ging es uns trotzdem - auch weil wir unserem Ehrenvorstand Konrad Gartmeier nachträglich zum Geburtstag gratuliert hatten - und so wurden einige Maßen verteilt. Dieses Mal übrigens zum ersten Mal von einem Dirndl - unserer 2. Hornfüchsin Mark Martina, die unseren männlichen Hornfuchs würdig vertreten hat.
Zwischendurch wurde plattelt und die Aktive trat auf. So viele Paare warn’s, dass auf der Tanzfläche gar kein Platz für alle war!
Einen besonderen Gast hatten wir an diesem Abend auch - der Fink Wasti, 1. Gaujugendleiter. Er bat zusammen mit der Weigl Johanna, 2. Gaujungendleiterin, Bürgermeister Felix Schwaller um die Schirmherrschaft für den Trachtenjugend- und Brauchtumstag am 5. Juni in Bad Aibling, der natürlich gerne zusagte.
Auch wurden langjährige Mitglieder geehrt:
Für 25 Jahre Vereinstreue: Riedl Christine (Baiern), Huil Hildegard (Otterfing), Stacheder Hausl jun. und Stacheder Monika
Für 40 Jahre: Karl Annemarie, Stockinger Peter
Für 60 Jahre: Stacheder Hausl sen.
Für 70 Jahre !: Demmel Franz (München, Fischbach) - Wir bekamen viele Fotos aus früheren Tagen zu sehen, die von seinem angeheirateten Neffen Karl Pröckl zusammengestellt und humorvoll auf der Leinwand gezeigt wurden.

Bittgang nach Höhenrain
Nur eine Woche später haben bereits die ersten Landwirte die Wiesen gemäht, kurz darauf gab es dann einen gewaltigen Temperatursturz und sogar Schnee. So hat es beim Bittgang der 18er Trachtenvereine des Altlandkreises nach Kleinhöhenrain von Graupel über Regen und Schnee alles gegeben.

Maibaumfeiern in Ellmosen und Mietraching
An zwei hintereinander folgenden Tagen wurden im Haupteinzugsgebiet unserer Mitglieder Maibäume aufgestellt. Wir beteiligten uns mit Aufführungen unser Kinder- und Jugendgruppen. Und auch hier gab es über Nacht einen gscheiten Wetterumschwung – während der Ellmosner Baum, der mehreren Diebstahlversuchen trotzte und 28 Meter lang war, bei wunderbarstem Wetter aufgestellt wurde, regnete es in Mietraching bereits ab Mittag. Teilweise wurde auch in den Saal des Gasthauses Kriechbaumer ausgewichen. In beiden Fällen konnten die Maibäume mit purer Muskelkraft aufgestellt werden. Das Erreichen der Vertikalen wurde jeweils von der Dreder Musi mit dem bayerischen Defiliermarsch gewürdigt.

Werner Hehlert
Am 2. Mai verstarb unser Mitglied Werner Hehlert (Opa Brille). Der Herr gib ihm die ewige Ruhe. 

Frisch aufg'spuit und tanzt
Am 7. Mai fand heuer anstatt unserer Maiandacht eine Messe in der St. Vitus Kirche in Mietraching statt. Die 280er Musi, Baumann Ida mit Musikwartin Hanni und der Kinderchor unter Leitung von Christiane Schwaller übernahmen die musikalische Gestaltung.
Danach wurden wir von den Dirndln der Aktiven im Zelt nebenan bestens mit Grillfleisch, Pommes und Getränken versorgt. Die Rauschberg-Musi stimmte uns mit frischen Stückl'n ein, die kleine Kindergruppe machte den Auftanz und die große Kindergruppe sowie die Jugendgruppe zeigten ebenso, was sie gelernt hatten. Zwischendrin heizte der Kinderchor mit frechen Liedern wie z. B. "So a saudummer Tag" die Stimmung an. Nach dem offiziellen Programm, war noch Gelegenheit zum Tanz für alle, was zumindest die Kinder voll ausnutzten. Aufgrund der schwachen Resonanz unserer Mitglieder, was vor allem an den vollen Terminplänen der Eltern und Kindern lag, stand der Aufwand jedoch in keinem Verhältnis.

Fronleichnam
Mitte Mai war Fronleichnam und dank des schönen Wetters zog unsere Prozession durch die Stadt zur Kirche. Beim anschließenden Frühschoppen im schönen Biergarten des Johannisbad spielte der Lorenz Gartmeier mit der Ziach auf, bevor es nachmittags dann zum Fußballspiel Verheiratete gegen Ledige ging. Auch wenn die Verheirateten mit der Anzahl an Mitspielern kämpften, beendeten sie das spannende Spiel wieder einmal mit einem Sieg. Die Frauen belohnten sowohl die Spieler als auch die Fans mit Kuchen und Kaffee, so dass der Nachmittag bei angenehmen Temperaturen gemütlich ausklingen konnte.

Boarisch drauss'n
Mehr Glück mit dem Wetter wie letztes Jahr hatten wir heuer Ende Mai beim Boarisch draußn. Die Willinger Musi mit Ansager Franz Keml begleitete die Kinder- und Jugendgruppen und die Aktiven der beiden Vereine Oberlandler und Edelweißer bei ihren Darbietungen. Die Aktiven der beiden Trachtenvereine zeigten uns in einer Gemeinschaftsaktion d'Lahn. Laut gings her, als die Ostermünchner Schnoizer zwischendrin ihre Goaßln krachen ließen. Mit dem Sterntanz endete das Programm, aber der griabige Abend klang noch gemütlich nach.

Musikanten-Frühschoppen
Bei bayerischem Bilderbuchwetter fand im Anschluss an die Miadakina Fronleichnamsprozession unser Musikanten-Frühschoppen im Gasthof Kriechbaumer statt. Unsere Musikwartin Hanni schaffte es wieder einmal den Biergarten bis auf den letzten Platz mit Musikern und begeisterten Zuhörern zu füllen. Tromposaund, die Benz-Eck-Musi aus Reit im Winkl mit starker Aiblinger Besetzung, die Rauschberg-Musi, die Holzangermusi, der Schmid-Zwoagsang und unser Oablinger Zwoaraloa sorgten für ein abwechslungsreiches Programm unverfälschter Volksmusik, so dass auch das Fernsehteam vom Rfo vorbeischaute. Eine Gewitterfront mit Hagelschauern setzte dem Treiben dann ein abruptes Ende.

Trachtenjugend- und Brauchtumstag
Mit tatkräftiger Hilfe der beiden Aiblinger Trachtenvereine fand anfangs Juni ein Trachtenjugend- und Brauchtumstag statt. Neben den Vereinen des Inngaus waren auch die Vereine des Altlandkreises Bad Aibling zusammengekommen. Nach einem gemeinsamen Festgottesdienst, der witterungsbedingt in die Ausstellungshalle von Bad Aibling verlegt wurde, marschierten die jungen Trachtlerinnen und Trachtler in einem Festzug durch Bad Aibling. Am Nachmittag war neben Auftritten, Tänzen und Plattlern ein spannendes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten. Bei der „Rätsel-Roas“ mussten Fragen zu Kräutern, zur Geschichte der Trachtenvereine oder zum Altlandkreis Bad Aibling beantwortet werden. In der Ausstellungshalle wurde unter anderem das Flechten von Frisuren, Flachsbrechen, Filzen und Schmieden gezeigt. Bei verschiedenen Spielen und Wettbewerben, wie beispielsweise dem Maßkrugschieben, konnten Kräfte gemessen und Geschicklichkeit bewiesen werden. So waren rund 1.000 Kinder in ihrer Tracht beisammen und konnten sich trotz des Regens – notfalls beim Karteln – gut beschäftigen.

110 – Jähriges in Götting
Wir waren am 19. Juni im Rahmen der 18er Vereinigung zum 110-Jährigen in Götting eingeladen. Trotz des Regenwetters, das schon von vornherein klar stellte, dass kein Kirchen- und kein Festzug stattfinden konnte, war das Zelt in Götting sehr gut besucht. Auch wir waren gut vertreten und dem Wetter zum Trotz, führten die Göttinger am Nachmittag sogar noch einen Festzug durch das Zelt.

Irlachweiherfest
Zum zweiten Mal fand Ende Juni das "Irlachweiherfest" in unserem Kurpark statt und pünktlich dazu hörte auch die lang anhaltende Regenperiode kurz auf. Die vielen Besucher erforderten sogar noch das Nachliefern von Garnituren! Für die musikalische Einstimmung sorgten ab 18 Uhr mehrere Nachwuchsgruppen der Trachtenvereine "d'Oberlandler" und "Edelweißer". Etwas später sorgten eine Mischung aus Willinger und Dreder Blasmusikanten für eine gmiatliche Stimmung. Neben kulinarischen Schmankerln wurden auch Schlauchbootfahrten auf dem Irlachweiher und das Rösslspiel angeboten. Die Kinder-und Jugendgruppen zeigten Plattler und Tänze. Bis spät in die Nacht konnte man die schöne Atmosphäre genießen.

Bürgerfest
Wie schon in den Vorjahren, haben wir das Gebiet um die Hofmühlstraße mit den Oberlandlern beim Bürgerfest am 9. Juli mit Getränken versorgt. Bei sehr gutem Wetter hatten die  Bedienungen, Schankkellner und Kriaglwascher alle Hände voll zu tun. Mit dem überschaubaren Aufwand und dem guten Erflog müssen wir uns im nächsten Jahr nur Gedanken machen, wie wir das Personalproblem lösen können.

96. Gaufest in Emmering
Am 10. Juli richtete der GTEV Almarausch Emmering das 96. Gaufest des Inngaus aus – noch in letzter Sekunde, denn lange Zeit stand kein Ausrichter fest und wir mussten schon um unser Gaufest fürchten, bis sich in letzter Sekunde die Emmeringer erbarmten.
Der Kirchenzug eröffnete den Festsonntag. Nach der Feldmesse gab es das Mittagessen im Festzelt bei schon fast tropischen Temperaturen. Ein Wetter mit Seltenheitswert in diesen Sommermonaten. Bei mir auf der Alm fielen die Temperaturen regelmäßig unter 5 Grad in der Früh und der viele Regen bereitete uns zumindest keine Sorge mit der Wasserversorgung.
Beim Festzug wurden wir heuer von der Höhenrainer Musi sowie von einem Pferdegspann begeleitet. Auch zahlenmäßig waren wir gut vertreten – und so belegten wir einen guten siebten Platz.

Hans Weigl
Am 12. Juli ist unser jüngstes Ehrenmitglied, der Weigl Hans, friedlich eingeschlafen. Wir mussten Abschied nehmen von einem Menschen, der unseren Verein nachhaltig geprägt hat. Der "Kirmer" Hans war von 1968 bis 1980 als Vorplattler aktiv, danach hat er noch 10 Jahre die Jugend geleitet. Für die geleistete Arbeit hat er 1994 das Gauzeichen in Silber verliehen bekommen, und im letzten Herbst war es für uns keine Frage, ihn für sein langes Wirken im Verein zum Ehrenmitglied zu ernennen. Mit 66 Jahren hat er viel zu früh von uns gehen müssen, wir begleiteten ihn auf seinem letzten Erdenweg – möge er im Himmel den Frieden finden.

Gemeinsames Zeltlager (mit 80 Kindern und 12 Betreuern)
Als Belohung für die zahlreich besuchten Plattlerproben und erfolgreichen Auftritte, gab es für die Kinder des Vereins das 3. Zeltlager. Nach dem Reisesegen – gespendet von Diakon Klaus Schießl – machten sich zahlreiche Kinder und Jugendliche auf nach Stöbersberg/Rott. Zuerst wurden acht große Zelte aufgebaut und die Nachtwachen eingeteilt, dann musste natürlich ein Fahnenmast aus dem Wald geholt, die Fahne am Mast befestigt und schließlich mit viel Schmalz aufgestellt werden. Bei Lagerfeuer und Popcorn wärmten sich alle in der kalten Julinacht bis um kurz nach Mitternacht die Aktiven den gemütlichen Abend störten und erfolglos versuchten die Fahne zu stehlen. Die Lagerolympiade mit ganzen 15 Stationen brachte lustige und kreative Ergebnisse sowie viele Sieger hervor! Mit Spiel und Sport sowie guter Verpflegung und zwei erneuten vergeblichen Versuchen die Fahne zu stehlen, verging auch der zweite Abend bzw. Morgen viel zu schnell und viele müde Gesichter zeugten von zwei anstrengenden Tagen. Nachdem gemeinsam die Zelte abgebaut wurden trafen auch schon die ersten Eltern ein und ein großes Picknick bildete den Abschluss eines sehr gelungenen Zeltlagers, das dieses Mal ohne größere Verletzungen verlaufen ist. Vielen Dank den zahlreichen Betreuern, kreativen Geistern, Küchenfeen, Zeltmeistern, Fahnendieben, Feuerwächtern, Spendern, Organisationstalenten und natürlich den braven Kindern sowie deren Eltern.

Während die Terroranschläge meist in großer Entfernung scheinen, rückte die Angst und Unsicherheit Mitte Juli näher. Mit dem Amoklauf im Münchner Olympiazentrum, bei dem über 10 Menschen ihr Leben verloren und die ganze Stadt in den Schockzustand versetzt wurde, verloren auch wir ein Stück unseres Sicherheitsgefühls. Die politische Situation in Deutschland hat sich in diesem Jahr einem starken Stresstest unterzogen. Die AFD siegt in Mecklenburg-Vorpommern über die CDU, obwohl dort gar keine Flüchtlinge sind. Wir in Bayern sind auch ganz schön zwiegespalten, aber wir haben einen klaren Vorteil – wir haben Werte und stehen dazu. Wer Werte hat, braucht keine Angst zu haben. Angst haben die, die selbst nicht wissen, woher sie kommen und wohin sie wollen. Unsere Wurzeln geben uns die Stärke, nicht gleich beim ersten Windhauch umzukippen.

Weit von diesen Ereignissen entfernt, fühlte ich mich auf meiner Alm völlig sicher und wohl und freute mich über den Besuch vom Gartmeier Xav, an Höbel Franz und an Ellwei Sepp. Dies war nun schon der vierte, und wahrscheinlich auch für die nächste Zeit mein letzter, Almsommer, in dem sie mich besuchen kamen!

Hausl Stacheder
Im Juli gratulierten wir mit einem Geschenkkorb dem "Wurmbauern" Hausl recht herzlich zum 80. Geburtstag. Als Hornfuchs, Fähnrich und langjähriger Vorstand hat unser Hausl die Geschicke des Vereins entscheidend mitgeprägt. Er ist seit 1997 Ehrenmitglied bei uns, seit 2001 Gauehrenmitglied und heuer für 60-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt worden. Wir wünschen ihm noch viele gesunde und glückliche Jahre im Kreise seiner Liebsten.

Otto Steffl – 28.7.2016
Nur 48 Jahre alt geworden ist unser aktives Mitglied der Steffl Otto. Als 2. Bürgermeister der Stadt Bad Aibling und in zahlreichen Vereinen aktiv, riss sein Tod eine Lücke in das städtische Geschehen. Das Leben ist ihm zu viel geworden – möge er im Himmel die ersehnte Ruhe und den inneren Frieden finden.

Gaufest Oberlandler
Am letzten Julitag nutzten wir die Gelegenheit beim Gaufest unseres Brudervereins ein neues Vereinsfoto zu machen, weshalb wir schon zeitig in der Früh im Kurpark geschickt waren. Das dampfige heiße Wetter wurde während der Feldmesse im Kurpark von leichtem Nieselregen abgelöst. Thema war unter anderem die Diskussion um Ministerin Ilse Aigner, die als unverheiratete Frau mit Schalk bei Veranstaltungen teilnimmt und damit Kritik erntete. Der weilen ist der Schalk eine Frauentracht, die sich erst nach dem 2. Weltkrieg verbreitet hat – unabhängig davon, ob die Trägerin ledig oder verheiratet ist. Mit gut 200 Zugteilnehmern direkt nach der Messe waren wir stark vertreten und unsere Aktive Gruppe machte den ersten Ehrtanz gefolgt von der Jugendgruppe. Beim Oberlandler Gau läuft vieles a bissal anders ab, als bei uns – eine interessante Abwechslung. Kein Kirchenzug, zum Mittagessen Surhax statt Hendl und auch die im Freien aufgebauten Bars mit modernerer Musik zeigen, dass jeder Gau seine Eigenheiten hat.

Wallfahrt zur Schwarzlack
Am dritten Sonntag im August meinte es der Petrus zwar nicht ganz schlecht mit uns, er schickte uns aber immer wieder einige Regentropfen vom Himmel. Nichtsdestotrotz zog eine beachtliche Zahl an Trachtlern rosenkranzbetend hinauf zur Muttergottes von Schwarzlack, um sie um ihre Fürsprache in allen Belangen zu bitten und unserem Herrgott für einen den Festsommer zu danken.

Mit Ende August hielt auch endlich der Sommer Einzug im Lande und bescherte uns noch wunderschöne Badetage.

Kegeln im Kurhaus
Peter Stacheder und Stephanie und Johanna Weigl ermöglichten den Kindern wieder im Rahmen des Ferienprogramms auf den Bahnen im Aiblinger Kurhaus zu kegeln.

Blasmusikabend
Für die Erwachsenen sah das Ferienprogramm etwas anders aus - am 4. September ging es mit dem Bus zum Blasmusikabend ins Flötzingerzelt auf’s Herbstfest. Angesichts der verstärkten Sicherheitsvorkehrungen wurden die Manner schon darauf hingewiesen ihr Stiletl daheim zulassen, da es sonst am Eingang beschlagnahmt werden würde. Die Angst vor Anschlägen führte heuer auch dazu, dass es ein Leichtes war zu jeder Zeit einen Sitzplatz in den Zelten zu bekommen - in den Jahren zuvor ein unmögliches Unterfangen.

Oktoberfest
Auch auf dem Oktoberfest mit angehängtem ZLF (Zentrales Landwirtschaftsfest) wurde heuer zum ersten Mal ein Zaun mit Sicherheitskontrollen und Mitnahmeverbot von Taschen über drei Litern eingeführt. Viele Besucher blieben aus, so dass es fast ruhig war, wenn man über das größte Volksfest der Welt marschierte. Gott sei Dank verlief alles friedlich und ruhig.
Der Angst zum Trotz beteiligte sich Bad Aibling erstmals mit seinen beiden Trachtenvereinen am Trachten- und Schützenumzug am ersten Wiesnsonntag. Rund 60 Teilnehmer präsentierten sich und die Stadt auf der über sieben Kilometer langen Strecke durch München, beginnend am Deutschen Museum über alle großen Prachtstraßen bis hin zur Theresienwiese, wo im Festzelt der gemütlichere und trockenere Teil des Tages folgte. Die Kurstadt lief direkt vor der Kutsche des Bayerischen Ministerpräsident Horst Seehofer. Unter den Zuschauern befand sich auch Bürgermeister und Vereinsmitglied Felix Schwaller mit Gattin.
Die Anfrage, ob wir beim Oktoberfest platteln wollten, haben wir dann aber abgelehnt, da wir auf den Tischen und Gängen hätten platteln sollen... Aber so an Schmarrn machen wir nicht mit.

Hochzeit Karl Julia
Am 17.9.2016 heiratete unsere Karl Julia, die langezeit bei den Aktiven war, im Filzenklas ihren Klaus Kirner. Die Aktive mit 2. Vorstand Max plattelte und wünschte alles Gute für einen langen und schönen gemeinsamen Lebensweg.

Trachtenjahrtag der "Oberlandler" und "Edelweißer"
Ende September gedachten die Trachtler der beiden Aiblinger Vereine ihrer Verstorbenen mit einer Hl. Messe und einem Kirchenzug. Nachdem heuer die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wegen Bauarbeiten geschlossen ist, zogen wir das erste mal von der Therme aus zur Kirche St. Georg. Beim Wirt in Mietraching stärkten wir uns dann mit einem Mittagessen und die Willinger Musi spielte zur Unterhaltung auf.

Vereinsabend
Noch am gleichen Tag trafen wir uns abends wieder zum Vereinsabend. Zwei neue Mitglieder können wir seitdem zu unserem Verein zählen, den Vinzent Halbig und den Santl Wolfgang.

Vereinsausflug
Am zweiten Oktoberwochenende ging’s auf zum Vereinsausflug. Mit über 50 Teilnehmern war die Fahrt unter der Leitung von Moni Stacheder ausgebucht. Mit Frühstück, Schnaps, Sekt und Hugo und Kuchen war die Fahrt bis Ingolstadt sehr kurzweilig. Dort erwartete uns eine historische Hexenjagd durch die Altstadt. Durch beeindruckende schauspielerische Darstellung fühlte man sich in die damalige Zeit zurückversetzt. Wir waren allerdings auch froh, als wir danach wieder in der Realität angekommen waren. Nachmittags machten wir uns auf die Spuren des Reinheitsgebotes mit einer sehr kurzweiligen Bierführung mit Bierverkostung. Untergebracht waren wir in Ismaning, wo auch unser geselliger Vereinsabend stattfand. Pfarrer Dr. Markus Brunner, der in Aibling von 1999 bis 2001 Kaplan war, zelebrierte am Sonntag nach dem Frühstück den Gottesdienst in Ismaning. Anschließend ging es nach Weihenstephan zum Mittagessen. Frisch gestärkt machten wir uns dann alle wieder auf den Weg Richtung Schleißheim, wo wir die verschiedenen Schlösser besichtigen und die Sonne im Park genießen konnten, bevor es dann auch schon wieder Richtung Heimat ging.

18-er Kirta
Fast schon zur Tradition geworden ist der 18-er Kirta der Gemeinschaft der 18-er Vereine des Altlandkreises Aibling. Vorstand Hubert Stadler freute sich über die vielen jungen Vereinsmitglieder und die vielen Besucher. Die Blangä-Musi spielte zum Tanz und auch zu den Plattlern auf.

Tanz in Tracht
Am letzten Samstag im Oktober fand im Kurhaus durch die Aib-Kur erstmalig die Veranstaltung „Tanz in Tracht“ statt. Zwei musikalische Sterne, die Weißngroana und die Kapelle Josef Menzl, lieferten bayerische Tanzmusik vom Feinsten. Zwischendurch traten die beiden Aiblinger Trachtenvereine auf und sorgten somit für Kurzweil in den Tanzpausen. Trotz des ansprechenden Programms, blieben viele Plätze unbesetzt im großen Kurhaussaal. So ganz passt solch eine „münchnerische Veranstaltung“ vielleicht doch nicht in unsere Gegend.

 

So geht das Vereinsjahr schon fast dem Ende zu und auch meine Zeit als Chronistin zählt die letzten Tage.
Im Jahre 2008 hat mir der Keller Toni das Aufschreiben der Chronik unseres Vereins übertragen. I ko mi no guad erinnern, der Stacheder Peter hod mi aufm Oablinger Volksfest im Zelt gfrogt, ob i’s ned probiern mechat die Chronik zum Schreim. „Probier’n ko i’s ja moi“ hob i gsogt. Aus dem Probiern san na acht Jahr worn. Und i hätts aa no gern länger probiert, wenn mi ned a Frasdorfer Hoizknecht und Bauer vo da Oim oba ghoit und zamgheirat hätt. Iatz derf i meine Berg a weng nahada sei und neie Aufgaben warten auf mi als Bäurin und, so da Herrgott grod wui, ois Muatta.
I hob mia Miah gehm, dass i mein Beitrag für’n Verein leist – sei’s beim Chronik schreim, in meina Zeit bei de Aktiven, im Öffentlichkeitsarbeitskreis, bei da Kinderchorleitung, beim Schnürhiatmacha und wos hoid ois so ogstandn is.
Vui is passiert in dera Zeit, und i hob des Gfuih, dass’s in de letzten Jahr oiwei mehra und weniger überschaubarer worn is. A Hektik is einakemma, die aa vor unsam Verein koan Hoit gnomma hod. I wünsch uns Edelweißer, dass mia uns ned überrenna lossn von dem unruhigen Zeitgeist, dass ma wia a Fels in dera Zeit aa no de nächsten hunderte vo Jahr bestand hom derfn, dass ma weidahin so zammadhoitn und olle mithelfan. Dass mia aa weidahin so a aktive Jugend hom und den Spagat zwischen Moderne und Tradition schaffen.
I hob in insan Verein oiwei Unterstützung und nette, aufgschlossene Leid gfunden – nur schweren Herzens gib i meine Aufgaben und Ämter ob.

Und gleichzeitig bin i froh, dass die junge Merk Beawe mei Nachfolgerin wern mog und sie’s genauso probiern mecht, wia i damois vor acht Jahr.

I ko nur Dankscheen song.

Unterwildenried, Frasdorf, zwischen Allerheiligen und Jahreshauptversammlung
Christiane Voggenauer
Chronistin bis 2016
GTEV Edelweiß Bad Aibling

 

Die komplette Chronik ab 1932 gibt es für Vereinsmitglieder auf Anfrage per E-mail als PDF-Dokument.