Irlachweiherfest 2019

Zu einem „gmüatlichen und schena auf d Nacht“ wie von Edelweißer-Vorstand Christian Weigl in seiner kurzen Begrüßung gewünscht, wurde erneut das Irlachweiher-Fest, organisiert und gestaltet von den beiden Aiblinger Trachtenverein „Edelweiß“ und „D’Oberlandler“. Mittlerweile hat die Veranstaltung mit Waldfest-Atmosphäre Tradition, auch dass der Abend von den Kinder- und Jugendgruppen der beider Vereine mit Musik, Plattlern und Tänzen gestaltet wird.

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Die musikalische Begleitung von der „Drillinger Musi“, zusammengesetzt aus der Dreder- und Willinger Musi als „Vereins-Kapellen“ der „Edelweißer“ beziehungsweise „Oberlandler“ diesmal mit Roland Merk als Dirigenten sorgte für kurzweilige, unaufdringliche Unterhaltung. Schon lange vor dem offiziellen Beginn des Festes strömten die Besucher in den provisorischen Biergarten im hinteren Bereich des Irlachweihers. Später waren dann freie Plätze dort Mangelware und es mussten sogar zusätzliche Sitzgelegenheiten herbeigeschafft werden. Voll wurde es auf der Bühne gleich zu Anfang, als die Kindergruppen beider Trachtenvereine gemeinsam den „Auftanz“ zeigten. Tänze und Plattler wechselten sich dann in ungezwungener Reihenfolge ab, jeweils begleitet vom Applaus der Besucher. Die auch in den Abendstunden noch spürbare Sommerhitze schien dem Trachtlernachwuchs dabei nicht zu beeindrucken. Die hohen Temperaturen, die sich mit dem Schatten der Bäume jedoch gut aushalten ließ, sorgten naturgemäß für guten Getränkeumsatz. Die Befürchtungen eines Gastes „Wenn des Bier weida so laft, werds no ausgeh“, bestätigten sich dank guter Bevorratung allerdings nicht. Gefragt waren auch alkoholfreie Getränke und die Liebhaber von „Hugo“ oder „Aperol-Spritz“ kamen ebenfalls auf Ihre Kosten. Auch Hunger musste niemand leiden, dafür war mit Grillwürsten, Steaks, Steckerlfisch vom „Andrä-Sepp“  oder Käse vom „Wandler Hubert“ sowie Radi, „Obatzter“ und „Wies’n-Brezn“ Vorsorge getroffen. Beliebt bei den jüngsten Besuchern waren auch süße Crepes mit Belag in allen Variationen sowie der Stand mit Süßigkeiten, welche die Erwachsenen an ihre eigene Kindheit erinnerten. Auch die von den Frauen der Trachtenvereine gebackenen Kuchen fanden guten Absatz. Dicht umlagert war auch das seit Generationen beliebte „Rössel-Spiel“, und wer wollte, konnte wie die Kurgäste in früheren Zeiten eine Bootsfahrt auf dem Irlachweiher genießen. Einziger Unterschied zu damals: Die Fahrt wurde auf einem Schlauchboot statt eines hölzernen Kahns angeboten und die Wasserwacht freute sich über die freiwilligen Spenden. Viele Besucher nutzen nach dem offiziellen Programm das Podium um selbst das Tanzbein zu schwingen oder trafen sich zu einem gemütlichen Ratsch an der „Weiher-Bar“.

Bericht: uhe, Fotos: FH, R. König